Es war der erste Welt­re­kord seiner Art den Stefan Kerzel in Stutt­gart abräumte. Zusam­men mit 66 Profired­nern gewann er den inter­na­tio­na­len Speaker Slam 2019. Aus 14 verschie­de­nen Ländern trafen sich KeynoteSpeaker in der Schwa­ben­me­tro­pole, um einen nie da gewe­se­nen Welt­re­kord aufzu­stel­len. Jeweils fünf Minu­ten hatten sie Gele­gen­heit, eine inter­na­tio­nal besetzte Fach­jury mit ihrem Vortrag von den Stüh­len zu reißen: 300 Sekun­den, in denen Stefan Kerzel mit geball­ter Rede­dy­na­mik Jury und die ausver­kaufte Halle zum Toben brachte. Damit zählt er zu den Besten seiner Bran­che. Das Ergeb­nis: Stan­ding Ovations und ein Eintrag im Guin­ness Buch der Rekorde. Sowohl das Fern­se­hen und ein Live­stream sende­ten welt­weit über diese einzig­ar­tige Veran­stal­tung.

Um über­haupt antre­ten zu können, musste sich der Esse­ner in den Vorta­gen einem harten Auswahl­ver­fah­ren unter­zie­hen. „Entwick­lung ist möglich“ mit diesem Rede­thema rockte Stefan Kerzel die Bühne. Trotz der kurzen Zeit gelang ihm ein tiefer Blick in die Seele der Anwe­sen­den: „Was hält uns – noch – davon ab, das zu tun, was wir längst können und wissen?“ Nach dieser rheto­ri­schen Frage wurde es ruhig in der Halle, sehr ruhig. Es gehe, so der Esse­ner Redner und Best­sel­ler­au­tor darum, Kopf und Bauch, Bewusst­sein und Unter­be­wusst­sein, zu einer schlag­kräf­ti­gen Einheit zu verbin­den. Meist lägen diese beiden Seiten im Graben­krieg; von Zusam­men­ar­beit keine Spur. „Wir kämp­fen wie die Löwen, ohne Erfolg. Die Bremse sitzt in uns. Höchste Zeit diese zu finden und zu lösen. Das ist schwer, und das ist möglich.“

Kerzel weiß, wovon er redet. Der Experte für agile Entwick­lung beglei­tet Unter­neh­men dabei, aus den Stol­per­stei­nen des Alltags Stra­ßen zum nach­hal­ti­gen Erfolg zu bauen. In seinem Buch „Einge­sperrt im Job – Ausbruch aus dem Arbeits­knast“, das im renom­mier­ten FAZ-Buch­ver­lag erscheint, berich­tet er aus seiner jahr­zehn­te­lan­gen Erfah­rung.

Welt­re­kord: Zusam­men mit 66 Profired­nern gewinnt Stefan Kerzel den inter­na­tio­na­len Speaker Slam 2019.

Aus der Hand von Juror Hermann Sche­rer (r.) erhält Stefan Kerzel die heiß umkämpfte Trophäe.

Stefan Kerzel rockt die Halle: „Entwick­lung ist möglich!“

Stefan Kerzel ist gefrag­ter Redner und Inter­view­part­ner, mitt­ler­weile über­all in Deutsch­land. Bereits im Jahre 2008 verlieh ihm die Welt am Sonn­tag das Prädi­kat „Grün­der des 21. Jahr­hun­derts“. Eine Auszeich­nung, die der gebür­tige Müns­te­ra­ner als Ansporn versteht. Erst kürz­lich konnte ihn die Mülhei­mer Hoch­schule Ruhr-West als Gast­do­zen­ten gewin­nen. Das Thema seiner Vorle­sun­gen: Selbst­be­fä­hi­gung und Selbst­ma­nage­ment. Kerzel: „Wir sind Wissens­rie­sen, doch Umset­zungs­zwerge. Was uns fehlt, ist der Mut, Gele­gen­hei­ten beim Schopfe zu ergrei­fen, die Pflö­cke dann einzu­schla­gen, wenn es darauf ankommt. Das ist schwer, und diese Entwick­lung ist möglich.“

Die Themen für seine Bücher und Vorträge findet Stefan Kerzel in seiner Arbeit als Unter­neh­mens­ent­wick­ler. Hier­bei gehe es um die fünf klas­si­schen Heraus­for­de­run­gen für Unter­neh­men: Führen, Orga­ni­sie­ren, Schlich­ten, Moti­vie­ren und Kommu­ni­zie­ren. „Dort finden sich Themen, die nur das Leben schrei­ben kann. Ein Beispiel: Ein gefrus­te­ter Mana­ger bezeich­nete seine Arbeit als „sicher­heits­ori­en­tier­tes Unglück­lich­sein“. Kerzel: „So einen Begriff können sie sich nicht ausden­ken. Im Gegen­satz zu einem Come­dian brau­che ich nieman­den, der mir die Gags schreibt.“

Fotos: Chris­tina Pörsch, Ronny Bart­hel